warum linux?

... und was ist Linux überhaupt?

Linux ist eigentlich nur der Kernel, die Schnittstelle zwischen Soft- und Hardware.
Ein komplettes Linux-Betriebsystem, eine so genannte Distribution, besteht aus dem Linux Kernel, grundsätzlicher Systemsoftware, einer Sammlung von Anwendungen und schließlich noch dem "Desktop", also der Schreibtischoberfläche, bzw. der Arbeitsumgebung.

 

(Links im Bild: Tux, das Linux Maskottchen)

Was macht Linux nun so interessant? Warum sollte ich es eher verwenden als OS X oder Windows?

Linux ist Open-Source-Software, es ist also "quelloffen".
Das bedeutet, dass Jedermann den unkompilierten Quellcode einsehen, auf Fehler kontrollieren und ggfls. Verbesserungen einreichen oder sich den Kernel selber patchen kann. 
Da neben den professionellen Softwareingenieuren der großen Distrofirmen auch tausende Freiwillige den Code überprüfen und korrigieren, ist es praktisch unmöglich, dass Schwachstellen oder Sicherheitslücken übersehen oder Hintertüren bewusst eingebaut werden. Werden Fehler oder Lücken erkannt, werden diese auch in kürzester Zeit behoben oder geschlossen.

  • Open-Source macht Linux besonders sicher. So sicher, dass selbst das "Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik" in seiner Empfehlung für Linux Ubuntu-Distributionen schreibt: "Die Installation eines Virenschutzprogramms ist, basierend auf dem aktuellen Stand der Bedrohungslage in Bezug auf Schadsoftware für Linux, unter Ubuntu nicht notwendig."
    Nochmal in aller Deutlichkeit: Linuxsysteme benötigen KEIN Antivirenprogram! 
  • Aber warum gibt es dann Antivirensoftware für Linux? –> Um die Verbreitung von Windows-Malware (die für Linux unschädlich ist) einzudämmen, denn nur auf diese prüft die Linux-Antivirensoftware.
  • Linux Desktop-Distributionen sind prinzipiell kostenlos. Lediglich die Installation und Betreuung ganzer Banken-, Behörden- oder Firmennetzwerke durch die großen Distributoren, wie z.B. Canonical , Red Hat, SUSE LLC + GmbH kosten natürlich. So finanzieren sich auch diese Firmen. Die "öffentlichen" Desktop-Versionen (Ubuntu, Fedora, openSUSE) sind hingegen kostenlos.
    Zwar rufen manche unabhängige Distributionen, wie z.B. elementary OS beim Download recht aggressiv zu Spenden auf, durch die sie sich finanzieren; allerdings lassen sich diese Spendenaufforderungen auch umgehen. (Was nicht heißt, dass man nicht auch nachträglich spenden kann oder sollte, wenn man mit dem Betriebssystem zufrieden ist.)
  • Es gibt tatsächlich hunderte unterschiedliche Distributionen mit verschiedenen Update-Praktiken und Desktops, so dass sich für wirklich jeden Anwendungsfall, Geschmack und Bedarf die passende Distribution finden lässt.

Man kann eine Linux Distribution und deren Desktop unverändert nutzen, hat aber die Möglichkeit in sämtliche Aspekte des Systems und des Desktops einzugreifen. Das kann von leicht oberflächlichen Änderungen des Desktops-Themes und den Icons bis hin zur kompletten Eigenkompilierung des Kernels gehen. Diese Möglichkeiten bieten weder Windows noch OS X.

Linux ist also extrem sicher, stabil, flexibel und konfigurierbar.

Was aber viele nicht wissen – wo ausser auf Desktop-Rechnern Linux noch überall eingesetzt wird

(Kurze Antwort: Eben überall, wo es auf Sicherheit, Stabilität, Flexibilität und Konfigurierbarkeit ankommt, hah!)

Wenn Linux so toll ist, warum hat es dann nur so einen winzigen Marktanteil?

Dafür gibt es einen einzigen Grund: Marketing, bzw. die Abwesenheit von Marketing für Linux für "Heimanwender".

Während Milliardenkonzerne, wie Microsoft und Apple etliche Millionen für Werbung und Marketing ausgeben, wird das für Privatanwender kostenlose Desktop-Linux überhaupt nicht beworben. Es lässt sich damit nur indirekt (mit Firmen-Versionen und Cloudlösungen) Geld verdienen. So kommt es, dass viele Verbraucher dem Computerhersteller einen Aufpreis für ein vorinstalliertes Windows System zahlen und sich somit einen potentiell unsicheren und teilweise vom Hersteller mit Bloat- und Adware vollgestopften Rechner zulegen oder (bei Apple) auf teure Hardware festgelegt sind.

Dass viele User Linux für ein kompliziertes und für Normalnutzer untaugliches Betriebsystem halten, liegt schlicht an Unwissenheit, die wiederum an mangelnder Werbung und Medienpräsenz liegt. 
Daher wird Linux NIEMALS auch nur annähernd die Verbreitung von Windows oder OS X erreichen, egal wie gut es ist. 

Ja, Linux WIRD tatsächlich von IT-Profis, Regierungen, dem Militär, Banken und Wissenschaftlern eingesetzt. 

Aber speziell die aktuellen Desktopdistributionen sind NICHT zu kompliziert, um auch von absoluten Normalnutzern, Heimanwendern, ja sogar Kindern genutzt zu werden.
Wie weit man sich in die Tiefen des Systems wagt, bleibt völlig dem Nutzer überlassen.

 

Welche Linux Distribution oder welcher Desktop nun für euch der richtige ist, erfahrt ihr auf der nächsten Seite